"Rot-Grün bekommt die Probleme nicht in den Griff"

rpoint.gif (45 Byte)  Dr. Jürgen Rüttgers
...wurde 1951 in Köln geboren
Jurastudium mit Promotion
ab 1987 Mitglied des Deutschen Bundestages
1989 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU Bundestagsfraktion
1991 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU Bundestagsfraktion
1994 - 1998 Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
Okt. '98 - März '00 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion
Seit Januar 1999 Landesvorsitzender der CDU in NRW
Unsere Redaktion:
Herr Dr. Rüttgers, welche zukünftigen politischen Aufgaben kann die CDU Ihrer Meinung nach besser lösen als die anderen Parteien?
Dr. Jürgen Rüttgers:
Die rot-grüne Landesregierung bekommt die wichtigsten Probleme des Landes nicht in den Griff und versagt bei den Zukunftsprojekten. Beispiel Jugendliche: 420.000 Heranwachsende in NRW leben an der Armutsgrenze. Im Februar 2000 waren 10,7 % der Jugendlichen unter 20 Jahren arbeitslos. Schlechter ist die Lage nur in den Großstädten Bremen, Hamburg und Berlin. Rot-Grün läßt die Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen im Stich. Beispiel Senioren: Die Renten steigen in den alten Ländern in diesem Jahr um 0,97 Prozent, die Inflationsrate liegt zur Zeit bei 1,8% Prozent. Hier kann man nur von Rentenbetrug sprechen. Auch eine Betrachtung der Arbeitslosenzahlen zeigt das Versagen von Ministerpräsident Clement. Seit 1991 ist die Arbeitslosigkeit um 270.000 Menschen gestiegen. Das ist eine Steigerung von 48 Prozent (1991 - 561.000 Arbeitslose; 1999 - 830.600 Arbeitslose).
Wir, die neue CDU im Westen, stehen für eine glaubwürdige Politik. Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können. Wir wollen eine dynamische Wirtschaft. Eine faire Gesellschaft und Sicherheit im Alltag. Wir nehmen die Menschen ernst: Wir machen eine Politik für unser Land und seine Menschen! Die neue CDU im Westen macht Politik für unser Land und seine Menschen. Die Menschen wollen den politisch-kulturellen Wandel in Nordrhein-Westfalen.
Wir lassen die Menschen nicht unter die Räder kommen. Es ist gut, dass niemand Not leidet, wenn er alt oder arbeitslos ist. Aber Menschen brauchen mehr. Sie brauchen eine Aufgabe und das ist auch ihr gutes Recht. Doch dazu brauchen wir in NRW eine neue Sozialpolitik. Eine Politik, die soziale Chancen für jeden schafft und den sozialen Zusammenhalt aller stärkt. Dazu braucht es neue Wege in der lokalen Beschäftigungspolitik. Eine moderne Familienpolitik. Und nicht zuletzt eine sozial aktive Bürgergesellschaft.
Es geht um Nordrhein-Westfalen! Die SPD ist nach 30 Jahren Herrschaft in NRW ablösungsreif und sie weiß es.
Unsere Redaktion:
Können Sie uns drei Argumente nennen, warum gerade junge Wähler Ihnen ihre Stimme geben sollten?
Dr. Rüttgers:
Die CDU spricht gerade junge Menschen an. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass bei der Europawahl 1999 46% der jungen Leute die CDU gewählt haben. Und auch jetzt gibt es zwingende Argumente, weshalb die CDU für junge Menschen interessant ist. 1. Weil wir die Zukunft mit all ihren Chancen und Risiken wahrnehmen. 2. Weil Nordrhein-Westfalen unter der CDU zu einem kinder- und familienfreundlichen Land wird. Wir wollen mit allen Maßnahmen eine Familienvorrangpolitik. 3. Weil wir für eine Schule sind, in der Talente gefördert werden, in der die Kinder das Rüstzeug für eine berufliche und soziale Existenz erhalten und die allen eine faire Chance gibt.

"Wir nehmen die Zukunft mit all ihren

Chancen und Risiken wahr."
Unsere Redaktion:
Herr Dr. Rüttgers, glauben Sie, dass die CDU- Spendenaffäre bei der Landtagswahl in NRW noch eine entscheidende Rolle spielen wird?
Dr. Rüttgers:
Ich weiß, dass die Menschen unterscheiden können zwischen Landes- und Bundesebene. Außerdem findet die Hälfte der Bevölkerung, dass die SPD- Flugaffäre genauso schwer wiegt wie der Spendenskandal. Klar ist, dass nach erfolgter Aufklärung auch die notwendigen Konsequenzen folgen werden. Es hat Glaubwürdikeitsverluste gegeben. Aber die konsequente Erneuerung hat mit Angela Merkel und Friedrich Merz schon begonnen. Zwei gradlinige Politiker in den 40ern stehen an der Spitze der CDU. Jetzt ist es an der Zeit auf die Menschen zu zugehen und mit ihnen zu reden und Politik für die Menschen zu machen.
Unsere Redaktion:
Was hat Sie überhaupt dazu bewogen, in die Politik zu gehen?
Dr. Rüttgers:
Während meiner Schulzeit und auch während des Studiums habe ich mich stark in der Katholischen Jugend eingesetzt. Über die Jugendarbeit wurde mein Interesse an der Politik geweckt. Daraufhin wurde ich Mitglied der Jungen Union und der CDU.
Unsere Redaktion:
Wo liegen - nach Ihrer Einschätzung- Ihre persönlichen Stärken?
Dr. Rüttgers:
Freunde sagen von mir, dass sie meine ruhige und besonnene Art schätzen und die Geduld, mit der ich den Dingen auf den Grund gehe und Lösungen für anstehende Probleme suche.
Unsere Redaktion:
Welche Eigenschaften würden Sie an sich selbst als "Schwäche" bezeichnen?
Dr. Rüttgers:
Wenn ich ganz ehrlich mit mir ins Gericht gehe, dann sehe ich es als eine Schwäche an, dass ich manchmal zu hohe Erwartungen an meine Umfeld richte
Unsere Redaktion:
Herr Dr. Rüttgers, wir bedanken uns für das Interview!

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