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 01.02.2007

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Frankreichaustausch 2007  

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01.02.2007
Deutsch-Französischer Schüleraustausch
Am 21. Januar startete zum ersten Mal eine Gruppe Schüler der Städtischen Realschule zu einem Schüleraustausch nach Frankreich. 21 Schüler der Französischkurse der Jahrgangsstufen 8 bis 10 trafen sich zusammen mit ihren Lehrern, Frau Valette und Herrn Höller, am Sonntagmorgen am Dortmunder Hauptbahnhof. Bis zum Samstag war auch noch gar nicht klar, ob wir überhaupt würden fahren können, denn der Orkan vom Donnerstag hatte viele Bahnlinien getroffen.
Von Dortmund über Karlsruhe und Strasbourg ging dann doch die 11-stündige Fahrt nach Lyon. Umsteigen in Karlsruhe und in Strasbourg. Dann endlich die Ankunft in Lyon. Gegen 19 Uhr warteten dort bereits die französischen Kollegen und die Gasteltern mit ihren Kindern auf uns.
Wir wurden freundlich empfangen und den jeweiligen Gastfamilien zugeordnet. Untergebracht waren wir in Soucieu und Umgebung, einer kleinen Stadt etwa 17 km von Lyon entfernt.
Frau Valette und Herr Höller wurden von ihren französischen Kollegen, Madame Lejeune und Madame Favre, aufgenommen und wohnten direkt in Lyon bzw. einem kleinen Vorort von Lyon,
Saint Genis Laval.Am Montag dann das erste Kennenlernen der Partnerschule, College La Perriere, und die Begrüßung durch den Schulleiter und der stellvertretenden Schulleiterin, Madame Magni, das französische Schulsystem vor, das sich deutlich von unserem System unterscheidet. Dazu gab es ein kleines Frühstück in der Kantine der Schule, in der wir dann auch an den ersten drei Tagen zu Mittag gegessen haben.


In der Bücherei der Partnerschule

Am späten Vormittag folgte ein weiterer offizieller Programmpunkt: kurzer Empfang mit Imbiss bei der Stadtverwaltung Soucieus. Zwar verwechselte uns die nette Dame, stellvertretende Bürgermeisterin?, mit einer schwäbischen Partnerschule, aber sie sprach Deutsch, mit einigen humorvollen Verwechselungen: Hülle statt Hügel! Nachmittags wurde eine Wanderung zu den Resten eines römischen Aquädukts unternommen, dem Kamel.
Da die Schule in Soucieu um 16:30 Uhr endet, fuhren oder gingen dann die Schüler mit ihren
französischen Gastgebern in die Familien.

Römisches Aquädukt
Die nächsten Tage waren mit interessantem Programm gefüllt: Am Dienstag eine kleine Stadtrallye durch Soucieu, wobei ein paar Aufgaben zu erledigen waren, z.B. mussten Preise für Lebensmittel und die Öffnungszeiten der Bibliothek ermittelt werden. Anschließend nahmen wir zwei Stunden lang am Unterricht teil, bevor es in der Kantine ein Mittagessen gab. Dort stehen immer verschiedene warme Gerichte zu Auswahl, Salate und natürlich auch Dessert. So gestärkt konnten wir anschließend am Sportunterricht teilnehmen. Die Sportlehrer hatten ein kleines Badmintonturnier organisiert. Allerdings war es wohl etwas schwierig, jeweils einen französischen Spielpartner zu bekommen.
Am Mittwoch dann der erste Ausflug: Besuch des gallorömischen Museums in Vienne. Nach kurzem Museumsrundgang spielten wir Archäologen. Wir bekamen einen "Scherbenhaufen", aus dem wir dann zusammen mit französischen Schülern, es begleiteten uns Schüler der Lateinklasse, einen Teller, eine Vase oder Krug basteln konnten. Mit Hilfe von unglaublich viel Klebeband gelang dies auch halbwegs. Den Nachmittag verbrachten wir dann in den Gastfamilien.
Am Donnerstag, mittlerweile war es sehr kalt und es hatte auch am Vortag geschneit, ging es nach Lyon. Auf dem Programm stand eine Altstadtführung mit anschließender Freizeit in der Stadt. Also besichtigten wir die Altstadt, Weltkulturerbe der Unesco, und die römischen Ausgrabungen. Mittags machten wir dann Picknick, denn die Schule hatte uns Picknickpakete mitgegeben. Über die Qualität des Fertigsalates in der Dose schweigen wir an dieser Stelle lieber. Nachmittags hatten wir dann etwas Freizeit in der Innenstadt, also Shopping und McDonald. Dann wie immer nachmittags Rückkehr nach Soucieu und mit den Schulbussen oder auch zu Fuß ab in die Gastfamilien.
Am vorletzten Tag hatten wir jeweils zu zweit zwei Stunden Unterricht in verschiedenen Klassen. Dann Abfahrt mit dem Bus nach Lyon, in den Parc de la Tete d’or.


Badminton: Deutschland-Frankreich

Nicht alle von uns haben dort die Tiergehege gefunden. Einige dachten, die Tiere, die man dort sehen kann, seien nur die Enten auf dem Teich.
Danach durften wir ein großes Einkaufszentrum, grand centre commercial la Part Dieu, unsicher machen, bevor es wieder zurück nach Soucieu ging. Dieses Zentrum erinnerte etwas an das Centro in Oberhausen, viele kleine Geschäfte und Boutiquen.
Am 27. Januar hieß es dann Koffer packen und Abschied nehmen. Um halb zehn Abfahrt vom Bahnhof in Lyon. Der Gruppe stand eine etwas abenteuerliche Rückfahrt bevor. Der Zug nach Strasbourg hatte Verspätung, sodass die gebuchten und reservierten Anschlusszüge in Strasbourg und Karlsruhe verpasst wurden.
Mit der freundlichen Unterstützung der französischen und deutschen Zugbegleiter konnten aber gute Verbindungen gefunden werden. Ab Karlsruhe über Mannheim dann die Rückfahrt in einem komfortablen ICE, warum nicht gleich so? Ankunft in Dortmund mit nur einer Stunde Verspätung. Dort wurden wir schon von unseren Eltern sehnlich erwartet und es gab viel zu erzählen.
Der Gegenbesuch der Franzosen erfolgt im März, in der letzten Schulwoche vor den Osterferien.
Die Teilnehmer dieser Fahrt freuen sich sicherlich schon darauf, ihre französischen Partner wieder zu sehen (vielleicht nicht alle - aber sicher die meisten!).
Zum Schluss noch der Spruch dieser Woche. Lara in Strasbourg am Bahnhof während des Wartens auf die nächste Fahrmöglichkeit nach Karlsruhe: "Frau Valette, Sie haben mich jetzt eine Woche ertragen, nu' machen se jetzt mal nicht schlapp!"
P. Höller